Duffyco's Lexan

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Wurftag: 19.09.2003
Zuchtbuch-Nr.: VDH06DP 03000350
Mutter: Dolly vom Münchhof
Vater: Ceriinan Levis
   
Züchterin: Helga Hertzsch
(http://www.duffycos-pinscher.de)
 
Größe: 47 cm
Gewicht: 15 kg
   

Lexan war der erste Deutsche Pinscher in unserem Haus. Er kam Anfang Februar 2005 im Alter von ca. 16 Monaten (bereits kastriert) zu uns, da er durch den Tod des Erstbesitzers dringend ein neues Zuhause brauchte. Sein früheres Herrchen, bei dem er es immer gut gehabt hatte, war im Herbst 2004 schwer erkrankt und musste von da ab häufiger ins Krankenhaus, da seine Erkrankung weiter voranschritt. Dadurch war Lexan dann oft allein, auch nachts. Die Familienangehörigen kümmerten sich zwar um ihn, so gut sie konnten, aber die intensive Zuwendung von seiner Hauptbezugsperson fehlte ihm, worunter er offenbar sehr litt. Als sein Herrchen dann im Januar 2005 bereits todkrank in der Klinik lag, bat er seinen Sohn, sich um Lexan zu kümmern, damit er ein neues, gutes Zuhause bekomme. Der Sohn wandte sich darauf hin an die Züchterin von Lexan.

Zu diesem Zeitpunkt suchte ich gerade einen roten Deutschen Pinscherwelpen und hatte deshalb auch die Züchterin kontaktiert. Es gab zu diesem Zeitpunkt aber keinerlei rote Welpen, aber es gab Lexan. Die Züchterin erinnerte sich an meinen Anruf und Namen und erzählte mir von Lexans schwieriger Situation und seine traurige Geschichte. Nach kurzer Bedenkzeit entschloss ich mich, Lexan aufzunehmen und es mit ihm zu versuchen. Einige Tage nach dem Tod seines Herrchens holte ich ihn zusammen mit der Züchterin von seinem früheren Zuhause ab.

Als er bei uns Einzug hielt, war er in keiner besonders guten körperlichen und seelischen Verfassung und wog nur 11,8 kg.

Gleich in den ersten Tagen zeigte sich auch, dass es noch andere Probleme bei ihm gab. Er hatte eine Futteraggression (er biss einem in die Füße, wenn man vorbeigehen wollte, wenn er gerade fraß) und auch wenn man ihm in seinem Korb zu nahe kam, schnappte er zu. Darüber hinaus war er nicht besonders gut sozialisiert und zeigte einen ausgeprägten Jagdtrieb.

Da gab es also einiges zu tun. Ich entschloss mich, umgehend mit ihm in eine Hundeschule zu gehen. Außerdem wurde er nur noch aus der Hand gefüttert und ging sechs Monate lang im Freien nur an der Schleppleine. Täglich beschäftigte ich mich sehr intensiv mit ihm und machte mit ihm Dinge, die ihm Freude bereiteten.

Der Erfolg dieser Bemühungen ließ nicht lange auf sich warten. Vertrauen und Bindung bauten sich immer stärker auf und nach drei Monaten konnte ich ihn in seinem Korb streicheln. Schon zu diesem Zeitpunkt wusste ich, diesen Hund gebe ich niemals wieder her! Als er die Schleppleine loswurde, war er aus jeder Situation gut abrufbar und auch sein Jagdtrieb war unter Kontrolle. Die Futteraggression war auch kein Thema mehr und sein Sozialverhalten hatte sich sehr positiv entwickelt. Er hatte mich nun voll als sein Frauchen bzw. den "Boss" akzeptiert und zeigte von nun an eine starke Bindung zu mir. Er war ein sicherer und verlässlicher, wunderbarer Hund geworden – der schönste Lohn für die intensiven Bemühungen.

Durch die anfänglichen Probleme mit Lexan habe ich viel über Hundeerziehung und auch über den Deutschen Pinscher gelernt. Vor allem ein Effekt ist eingetreten – meine Liebe und Begeisterung für diese Rasse wurde so groß, dass ich nun selbst empfand, was schon andere festgestellt hatten: Pinscher machen süchtig!

So kam dann Tessa in unser Haus, die von Lexan sehr freundlich empfangen wurde. Als sie erwachsen wurde, ordnete er sich ihr bereitwillig unter. Beide sind von Anfang an ein unzertrennliches Paar.

Der Name Lexan bildet den Hauptteil unseres Zwingernamens - damit soll diesem Hund, der sich so toll entwickelt hat und der mich zu einer begeisterten Liebhaberin des Deutschen Pinschers machte, ein Denkmal gesetzt werden.